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Eulen nach Athen tragen ... Olympisches Kunstobjekt 2004 "Wer hat die Eule nach
Athen getragen?" fragte Aristophanes 414 v. Chr. in seiner satirischen
Komödie "Die Vögel". Die Eule war ein in Athen sehr häufig
vorkommender Vogel und zierte zudem als Wappentier der überaus reichen
Stadt die Rückseite der athenischen Münzen. So erschien es unsinnig,
weitere Eulen (Vögel wie auch die ebenso genannten Münzen) nach Athen
zu tragen. Die Redensart "Eulen nach Athen tragen" steht seither
sprichwörtlich dafür, etwas Unsiniges, Überflüssiges zu
tun.
Bereits am 29.Juni 2004
startete der Kunstprofessor aus Nürnberg sein Projekt auf dem Potsdamer
Platz in Berlin. Auf dem Marlene Dietrich Platz vor dem "Theater am Potsdamer
Platz" installierte Hörl drei Tage lang 1.500 seiner dreißig
Zentimeter grossen Plastiken in den fünf olympischen Farben, um der
Öffentlichkeit sein ungewöhnliches Projekt vorzustellen. Grüne,
schwarze, blaue, rote und gelbe Eulen sind Symbol für die fünf Farben
der Olympischen Ringe. 10.200 Eulen stehen für 10.200 Sportler, die bei
Olympia starten werden. Athleten aus der ganzen Welt werden die Eulen nach
Athen bringen. Bei der Vorstellung des Kunstprojektes in Berlin haben deutsche
Olympioniken wie die siebenfache Goldmedaillengewinnerin Birgit Fischer oder
der vierfache Kanu-Weltmeister Stefan Ulm ihre Eule in Empfang genommen. Beim
Abflug der deutschen Olympiamannschaft Anfang August wird die Deutsche
Lufthansa in Frankfurt jedem Athleten eine Eule mit auf die Reise
geben.
________________________________________________________________ Weitere Informationen unter:Der Künstler Prof. Ottmar Hörl |